Yoga ist universell

Als indische Kulturtradition wurde der Yoga 2016 von der UNESCO in die Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Der Internationale Yoga-Tag am 21. Juni bietet Yogalehrenden in Deutschland die Gelegenheit, auf westlichen Yoga als universelles und vielfältiges Übungskonzept aufmerksam zu machen.

Der Internationale Yoga-Tag der UN fand 2015 zum ersten Mal statt, um auf die Vorteile des Praktizierens von Yoga aufmerksam zu machen. Auch zahlreiche Mitglieder des Berufsverbandes der Yogalehrenden in Deutschland (BDY) bieten zum Internationalen Yoga-Tag Schnupperstunden und Informationsveranstaltungen für Yoga-Interessierte an. Der BDY begrüßt den Internationalen Yoga-Tag und das Engagement seiner Mitglieder als Chance zu zeigen, wie der in altindischen Traditionen wurzelnde Yoga für den Westen adaptiert wurde. Nach Ansicht des Verbandes gehört es zu den Aufgaben von Yogalehrenden, das Konzept des Yoga auf die heutige Zeit zu übertragen und für den abendländischen Menschen gangbar zu machen. So können die - mittlerweile durch eine Vielzahl von klinischen Studien belegten - positiven Wirkungen von Yoga auf Gesundheit und Wohlbefinden einem breiten Publikum im Westen zugutekommen.

Der Internationale Yoga-Tag wurde von der UN auf Initiative des indischen Premierministers Narendra Modi ausgerufen. Modi ist Repräsentant einer hindufundamentalistischen Bewegung und sieht Yoga als hinduistisches Kulturgut an. Dem steht der BDY kritisch gegenüber. Yoga wird von Menschen unterschiedlichster Religionen und Weltanschauungen praktiziert und darf nicht mit den neohinduistischen Tendenzen in Indien gleichgesetzt werden. Als weltanschaulich neutraler Verband möchte der BDY den Internationalen Tag des Yoga vielmehr dazu nutzen, Yoga als universelles Übungskonzept unabhängig von Religion, Volkszugehörigkeit und Geschlecht vorzustellen. Eine vom BDY beauftragte repräsentative Umfrage von 2018 zeigt, dass über 23 % der deutschen Bevölkerung Yoga praktizieren oder daran interessiert sind mit Yoga zu beginnen. Das zeigt, dass das Interesse an Yoga in Deutschland steigt. 2014 waren es noch 19 %.

Der Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V. (BDY) ist der maßgebliche Berufsverband für Yogalehrende in Deutschland. Er vereint rund 5000 Yogalehrende unterschiedlicher Traditionen und Stile und setzt sich seit 1967 für die gesellschaftliche Anerkennung des Yoga in Deutschland ein.


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