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Yoga kann Stellenwert in der Behandlung einnehmen

Yoga kann einen Stellenwert in der Behandlung von generalisierten Angststörungen einnehmen. Das zeigt eine in der Fachzeitschrift "JAMA Psychiatry" vorgestellte randomisierte Studie der Grossman School of Medicine in New York.

An der Studie nahmen 230 Erwachsene mit generalisierter Angststörung teil, die nach dem Zufallsprinzip auf drei Gruppen verteilt wurden. Die erste Gruppe erhielt eine kognitive Verhaltenstherapie, die zweite Gruppe einen 12-wöchigen Kundalini-Yoga-Kurs und die dritte Gruppe Vorträge zum Stressmanagement. Anschließend wurde durch einen Therapeuten eingeschätzt, ob die Ängste der TeilnehmerInnen zurückgegangen waren.

Der Kundalini-Yoga-Unterricht hat in der Studie generalisierte Angststörungen deutlich häufiger gelindert als die Vorträge zum Stressmanagement. Nach dem Yoga-Kurs kam es bei 54 Prozent der TeilnehmerInnen zu einer Verbesserung, nach der Psychoedukation bei 33 Prozent. Noch besser als der Yoga-Kurs wirkte die kognitive Verhaltenstherapie. Hier betrug die Erfolgsrate 70,8 Prozent.

Zudem erzielte die kognitive Verhaltenstherapie eine nachhaltige Wirkung. Bei einer späteren Nachuntersuchung lag ihre Erfolgsrate bei 76,7 Prozent, die des Yoga-Kurses bei 63 Prozent und die der Vorträge zum Stressmanagement 48 Prozent. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Yoga auch wenn er nicht die gleiche nachhaltige Wirkung erzielt wie die kognitive Verhaltenstherapie - einen Stellenwert in der Behandlung von generalisierten Angststörungen haben kann.

Quelle: www.aerzteblatt.de

Abstract der Studie: https://jamanetwork.com/journals/jamapsychiatry/article-abstract/2769486


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