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Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten rund um Yoga und den BDY.

Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung

Der Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland (BDY) distanziert sich von jeglicher Verharmlosung des Coronavirus sowie von Verschwörungsideen und Diffamierungen, die von einigen KritikerInnen der staatlich angeordneten Beschränkungen verbreitet oder unterstützt werden. Die Existenz des Virus kann nicht geleugnet werden.

Yoga bietet ein großes Potenzial, Menschen zu unterstützen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einflüssen zu stärken. Das belegen zahlreiche Studien. Aber Yoga-Praktizierende sind nicht besser gegen das Virus geschützt als andere Bevölkerungsgruppen. Der Infektionsschutz ist auch für Yoga-Praktizierende wichtig und gebietet sich für Yogalehrende aus Verantwortung gegenüber den TeilnehmerInnen sowie aus sozialer Verantwortung für die gesamte Bevölkerung, insbesondere die Risikogruppen.

Wie andere Menschen auch sind Yogalehrende durch die Ausbreitung des neuen und unerforschten Virus einer großen Unsicherheit ausgesetzt. Zudem sind Yogalehrende von den angeordneten Beschränkungen wirtschaftlich besonders hart betroffen. Die Forderungen von Yogalehrenden, die Beschränkungen vor dem Hintergrund aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Virus sowie der Entwicklung der Lage in Deutschland ständig zu prüfen und falls möglich zu lockern, sind daher mehr als nachvollziehbar. Im Sinne der Meinungsfreiheit begrüßt der BDY dabei kontroverse Diskussionen, wenn sie sachlich und fair geführt werden, zur Transparenz beitragen und keinen Schaden verursachen.

Die durch das Virus bestehende Gefahr zu leugnen und unbewiesene Ideen zu verbreiten bedeutet aber eine Gefährdung für die Gesundheit und das Leben der Menschen sowie für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Es ist wichtig, die Unsicherheit auszuhalten, Erklärungen kritisch zu hinterfragen und sie von Falschmeldungen und Verschwörungsideen zu unterscheiden.

Der BDY setzt hierbei auf wissenschaftliche Erkenntnisse und verbreitet ausschließlich fachlich gesicherte Informationen. Eine kontrovers geführte Diskussion darf sich nicht der Notwendigkeit entziehen, Quellen auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu prüfen.

Mit den Berufsethischen Richtlinien des BDY, zu deren Einhaltung sich alle Mitglieder verpflichten, bekennen sich die Yogalehrenden zum Grundgesetz mit den dort verankerten Prinzipien einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, insbesondere dem Schutz der Menschenwürde. Alle Menschen haben das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Mitglieder des BDY verpflichten sich, dazu beizutragen, dass die Verantwortung für den Zusammenhalt der Gesellschaft gesehen wird, und zeigen praktische Solidarität mit den Mitmenschen.

Der Vorstand des BDY


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