Qualität braucht Standards
Wir begrüßen die Auseinandersetzung mit der Frage „Was kann Yoga?“ im gleichnamigen Artikel von Valentina Reese am 24./25. Januar. Die Autorin hat sehr klar den derzeitigen Forschungsstand mit bislang nachgewiesenen Wirkungen von Yoga, aber auch die Problematik der Reliabilität und der mitunter fehlenden Objektivität in der Yoga-Forschung dargestellt.
Leider fiel die Einleitung des Artikels etwas unglücklich aus, da diese ein stereotypes Bild von vermeintlich esoterischen Yogalehrenden zeichnet. Es stellt sich daher zusätzlich die Frage: „Was kann der/die YogalehrerIn?“ Denn auch im Yoga geht es um nicht weniger als Qualität – und diese kommt oft zu kurz aufgrund der Masse der Kurzzeitausbildungen im Markt.
Eine seriöse und umfassende Ausbildung von Yogalehrenden richtet sich nach klaren und überprüfbaren Qualitätsstandards in Bezug auf Ausbildungsumfang, Inhalten, Didaktik und persönlicher Eignung der Lehrenden. Damit ist sie fast immer von der ZPP zertifiziert, was die Yogalehrenden dazu befähigt, Yoga auf hohem Niveau zu lehren. Das heißt nicht, dass die KursteilnehmerInnen eine akrobatische Haltung wie auf Ihrem gewählten Titelbild einnehmen können.
Um der Verbreitung von Mythen vorzubeugen, bspw. das Wassertrinken betreffend, und stattdessen reliable Erkenntnisse zu erlangen, unterstützt der BDYoga die seriöse Yoga-Forschung jährlich mit drei verschiedenen Forschungspreisen und stützt sich dabei auf die Expertise eines wissenschaftlichen Beirats.
Wenn Yoga einen gesamtgesellschaftlich relevanten Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten soll, braucht es verbindliche Qualitätsstandards. Dafür setzt sich der BDYoga ein: im Interesse der Praktizierenden, der Lehrenden und eines verantwortungsvoll vermittelten Yoga.
Der Vorstand des Berufsverbandes der Yogalehrenden in Deutschland e.V. (BDYoga)